05.07.10

Warburg - Henderson setzt erneut auf Österreich

  • Immobilien-Spezialfonds strebt Rendite von sieben Prozent an
  • Deutsche Versorgungseinrichtungen investieren steuerbefreit in österreichische Immobilien

Die Warburg - Henderson Kapitalanlagegesellschaft für Immobilien mbH, Hamburg, hat den Vertrieb des Immobilien-Spezialfonds Warburg - Henderson Österreich Fonds Nr. 2 gestartet. Der Fonds investiert in ein diversifiziertes Portfolio aus Büro- und Gewerbeimmobilien im Risikosegment Core / Core-Plus. Er strebt eine jährliche Gesamtrendite von 7 Prozent auf das eingesetzte Eigenkapital an. Investitionsschwerpunkte sind Büroimmobilien in Wien und Einzelhandelsimmobilien im gesamten Land. Insgesamt plant die Kapitalanlagegesellschaft zwischen 10 und 15 Objekte für den Fonds anzukaufen. „Der österreichische Immobilienmarkt eignet sich ideal zur Diversifikation für Anleger, die in Deutschland bereits umfänglich investiert sind. Einerseits steht der robuste Vermietungsmarkt auf Basis der starken Wirtschaft für eine Stabilität, wie wir sie insbesondere von Deutschland her kennen. Andererseits sind die Wachstumstreiber für Österreich auf Grund der Nähe und Verbindung zu Zentraleuropa andere als für die deutschen Immobilienmärkte“, sagt Eitel Coridaß, Geschäftsführer bei Warburg - Henderson und verantwortlich für das Portfolio Management. Das Zielvolumen soll einschließlich Fremdkapital bis zu 300 Millionen Euro betragen. Der Immobilien-Spezialfonds nach deutschem Recht richtet sich primär an institutionelle Investoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Deutsche steuerbefreite Versorgungseinrichtungen profitieren bei der Fondsinvestition von aktuellen Urteilen des Unabhängigen Finanzsenats in Wien. Demnach zahlen sie keine Steuern mehr auf ihre österreichischen Immobilieneinkünfte. Auch in Deutschland bleiben die Einkünfte steuerfrei. Bisher musste eine Kapitalanlagegesellschaft von Mieteinkünften und Gewinnen aus Wertsteigerungen von Immobilien für derartige Investoren in Österreich automatisch 25 Prozent Abzugssteuer einbehalten. Diese Praxis verstößt jedoch gegen EU-Recht, so mehrere Urteile des Wiener Gerichtes.

Das Asset Management für den Warburg - Henderson Österreich Fonds Nr. 2 übernimmt die Henderson Global Investors Immobilien Austria GmbH (HGI Austria). Der österreichische Asset Manager, ein Joint Venture von Henderson Global Investors und der Wiener Städtische Versicherung, mit Sitz in Wien verwaltet derzeit ein Immobilienvermögen von rund 400 Millionen Euro in Österreich. „HGI Austria hat bereits beim Vorgängerfonds eine hervorragende Leistung erbracht, die für den Erfolg des Fonds entscheidend war. Das Team um Clemens Rumpler verfügt über fundierte lokale Marktkenntnisse und ein über Jahre gefestigtes Netzwerk, das ihm direkten Zugang zu allen wichtigen Marktteilnehmern ermöglicht. Die besondere Expertise von HGI Austria liegt in der Auffindung von geeigneten Objekten mit Wertsteigerungs- bzw. Mietpotenzialen und der Umsetzung der dazugehörigen Strategien“, erläutert Coridaß.

Der Vorgängerfonds Warburg - Henderson Österreich Fonds Nr. 1 verfügt aktuell über ein Gesamtvolumen von rund 250 Millionen Euro. Seit seiner Auflage im Dezember 2002 hat der Fonds eine Gesamtrendite von über 6 Prozent pro Jahr (IRR) für seine Anleger erwirtschaftet. Der Fonds befindet sich in der Desinvestitionsphase und hat bereits die ersten Büroimmobilien in Wien veräußert. Das Büro- und Gewerbeimmobilien-Portfolio umfasst derzeit noch 11 Immobilien. Standorte der Objekte sind Wien, Steyr, Parndorf, Wiener Neustadt, Wiener Neudorf, Leoben und Telfs.

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Über Warburg - Henderson
Die Warburg - Henderson KAG ist ein 2001 gegründetes Joint Venture der renommierten deutschen Privatbank M.M.Warburg & CO und des britischen Vermögensverwalters Henderson Global Investors. Die Kapitalanlagegesellschaft hat bereits zwölf Immobilienfonds für deutsche und ausländische institutionelle Anleger aufgelegt. Bei den Investoren handelt es sich unter anderem um Versicherungen, Pensionskassen und Versorgungswerke. Die Assets under Management belaufen sich inzwischen auf rund 3,5 Milliarden Euro.

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